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Last updateDo, 05 Okt 2017 10am

Hauskatzen Katzenverhalten Katzenratgeber – Katzenverhalten mit dem Clicker trainieren

Katzenratgeber – Katzenverhalten mit dem Clicker trainieren

Katzenratgeber – Katzenverhalten mit Clickertraining beeinflussen, Teil 4

Verhalten der Katze durch Clickertraining beeinflussen 

Katzenverhalten kann man mit Geduld in gewünschte Bahnen lenken. Kater Antons Panik vor der Transportbox war Grund für eine Clicker-Trainings-Reihe, die wir hier vorgestellt haben. Mit Schritt vier des Clickertraining für Katzen kommen wir zum Abschluss: jetzt kann man dem gewünschten Katzenverhalten einen Namen geben.

Wenn Sie sehen, dass Ihre Katze oder ihr Kater im Begriff ist, das Katzenverhalten zu zeigen, von dem es weiß, dass es belohnt wird, geben Sie Ihren Befehl.

Geklickt wird dann, wenn das gewünschte Katzenverhalten gezeigt wurde. Später wird der Befehl gegeben, bevor Ihr Tier erkennbare Anzeichen zeigt. Die Königsdisziplin ist das Einstudieren ganzer Handlungsketten, bei dem das Signal wie ein „Click“ erst nach dem vollständigen Ablauf der Handlung eingesetzt wird und somit den Ablauf beendet.

Gewünschtes Verhalten durch Clickertraining mit der Katze konditionieren

Im Falle unseres Katers Anton wollte ich mit ihm das freiwillige Einsteigen in die Transportbox üben. Da Anton sofort beim Anblick seiner Transportbox unruhig wurde, musste dies behutsam in kleinen Schritten geschehen.

Zuerst wurde mit Hilfe seiner Lieblingsleckerchen die positive Bedeutung des Clickers geübt (Schritt1) und überprüft, ob Anton den Zusammenhang zwischen Geräusch und Belohnung herstellen konnte (Schritt 2). Und danach ging’s ans eigentliche Clickertraining mit der Katze (Schritt 3). 

Gewünschtes Verhalten der Katze im Clickertraining auf den Punkt belohnen 

Zu Anfang wurde jede Annäherung an seine Box belohnt. Im folgenden Zwischenschritt nicht mehr nur das Beschnuppern, sondern nur noch das Kopf hineinstecken. Als nächstes gab es nur noch Leckerchen, wenn mindestens eine Pfote drin war. Geübt haben wir anfangs jeden Abend einige Male.

Die Übungen des Katzenverhaltens wurden immer weiter verfeinert: es gab nur noch ein Leckerchen, wenn der Kopf in die Box gesteckt wurde, dann mussten beide Pfoten auch drin sein. Nach ca. zwei Wochen kam Anton bereits angelaufen, wenn die Transportbox ins Wohnzimmer gebracht wurde, sprang hinein und wartete ungeduldig auf seine Belohnung. 

Buchempfehlung zum Thema: Clickertraining für Katzen: Erziehung macht Spaß

Nach diesem Erfolgserlebnis war es Zeit, der Übung im Clickertraining mit der Katze einen Namen zu geben (Schritt 4): ich nannte das Ganze nicht sonderlich kreativ „Häuschen“ und betonte das „äu“ besonders. Auch das klappte und dann ging ich dazu über, die Tür der Box zu schließen. Anfangs nur für ca. 1 Sekunde, später etwas länger. Auch das Herumtragen in der Wohnung und sogar im Hausflur klappte nach einer Weile.

Wichtig ist dabei, beim Clickertraining mit der Katze das Gespür für die Samtpfote nicht zu verlieren. Beenden Sie die Übung unbedingt BEVOR die Katze oder der Kater beginnt, sich unwohl zu fühlen. Denn nur so behält die Katze Spaß an der Sache und macht gerne mit. Denn obwohl man unheimlich viele Dinge mit dem Clicker üben kann: niemals funktioniert Clickertraining für Katzen mit Druck, wenn man Katzenverhalten in die von uns gewünschte Richtung trainieren möchte.