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Last updateFr, 21 Sep 2018 12pm

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PETA fordert staatliches Eingreifen

Hauskatze in guter Betreuung

Tierheime am Ende der Kapazitäten

So gut wie Katze Penny auf dem schwarzen Sofa hats längst nicht jede Katze in Deutschland. Tierheime haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht, die Not der verwilderten Katzen wird immer größer, das Mitdenken der Menschen leider nicht – PETA fordert ein Heimtier-Schutzgesetz. 

Zeitungsberichten zufolge steht das Tierheim in Eckertal vor dem finanziellen Ruin. Die nicht abreißende Flut von heimatlosen Tieren verschlingt alle Gelder der Vereine. Ein Ende des Problems ist bislang nicht in Sicht. Im Gegenteil: Immer mehr Tiere werden gezüchtet oder ungewollt geboren und tragen zur vierbeinigen Überpopulation bei. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. fordert deshalb Ministerin Ilse Aigner auf, endlich ein Heimtierschutzgesetz zu erlassen. Das Gesetz soll – unter anderem – die Kastrationspflicht für alle Katzen mit Zugang zum Freien vorschreiben. Zudem müsste die Zucht von Heimtieren massiv eingeschränkt bzw. gänzlich verboten werden. 

„Jeder wahre Tierfreund weiß, dass ein beim Züchter, im Zooladen oder auf einem Tiermarkt gekauftes Tier, einem Vierbeiner im Tierheim die Chance auf ein gutes Zuhause nimmt“, so Kampagnenleiterin Magdalena Scherk von PETA. „Es ist verantwortungslos, Tiere zu züchten, obwohl unsere Tierheime voll sind!“ Das Heimtierschutzgesetz soll außerdem einen so genannten „Hundeführerschein“ enthalten, den alle zukünftigen Halter noch vor Erwerb eines Vierbeiners ablegen müssten. So wüsste man schon vorab über die vielfältigen Bedürfnisse eines Hundes Bescheid und weniger Tiere würden schon nach kurzem wieder ausgesetzt. Auch Spontankäufe könnten so vermieden werden. PETA fordert zudem ein verpflichtendes Kastrationsgebot für alle Katzen, die Zugang zum Freien haben sowie eine verbilligte Hundesteuer für kastrierte Hunde – dies würde viele Menschen anregen, ihre Vierbeiner kastrieren zu lassen, was wiederum die Überpopulation an Heimtieren reduziert. Alle Forderungen für das Heimtierschutzgesetz sowie die Möglichkeit, kostenlose Protestpostkarten an Frau Aigner zu bestellen, finden Sie auf www.peta.de/haustiere! 

Fotos von freilebenden, leidenden Hauskatzen sind nichts für schwache Nerven – wir bilden sie bewusst nicht ab. Wer sich dennoch ein Bild machen möchte, kann das hier tun.