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Hundetrainer der Nation – pro Hunde-Führerschein

Hundeprofi Martin Rütter pro Hundeführerschein

Hundetrainer als Prüfer für den „Hundeführerschein“ – dazu bietet Hundeprofi Martin Rütter dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium Unterstützung an. Eine Initiative, die für mehr Verständnis des Hundeverhaltens auf breiter Ebene sorgen kann und das Thema Mensch-Tier-Beziehung stärker in den Vordergrund rückt. In Zusammenarbeit mit der Organisation PeTA wandte sich Rütter in einem offenen Brief direkt an das Ministerium. 

 

Bonn / Gerlingen, 23. Februar 2011  VOX-„Hundeprofi“ und Hundeexperte Martin Rütter wandte sich vergangene Woche mit einem Brief an das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, um eine Schulung zum Thema „Hundeführerschein“ anzubieten. Als erstes Bundesland möchte Niedersachsen den Sachkundenachweis für alle Hundehalter einführen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hatte diesen Ansatz gelobt und deshalb Martin Rütter gebeten, das Ministerium zu unterstützen. Sollte das Gesetz wie geplant eingeführt werden, könnten sich Hundetrainer und Hundeschulen beim Ministerium bewerben, um den Nachweis von Hundehaltern abzunehmen. Hierbei geben Rütter und PETA jedoch zu bedenken, wie wichtig die genaue Auswahl der zugelassenen Trainer ist. „Als Hundetrainer arbeite ich immer wieder mit Personen zusammen, die eine falsche Hundeerziehung praktizieren und dann über die negativen Konsequenzen im Zusammenleben mit dem Vierbeiner verwundert sind. So werden beispielsweise noch immer teils gewaltsame Ansätze praktiziert, um negatives Verhalten auszuschließen“, so Rütter in seinem Schreiben. 
„Dass Niedersachsen als erstes Bundesland alle Hundehalter in die Pflicht nehmen will – unabhängig von Größe oder Rasse des Hundes – hat Vorbildcharakter“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Wir geben allerdings zwei Punkte zu bedenken: Die Ausbildung muss zum einen auf den neuesten Erkenntnissen der Hundepsychologie basieren und völlig gewaltfrei sein. Zum anderen bitten wir das Ministerium, die Entscheidung noch einmal zu überdenken, alle Hundehalter von dieser Regelung auszuschließen, die bereits vorher zwei Jahre lang mit einem Hund zusammengelebt haben – denn wenn jemand zwei Jahre lang einen Hund falsch gehalten hat, jedoch nicht auffällig wurde, wäre er von der geplanten Bestimmung ausgeschlossen!“ Martin Rütter bietet dem Ministerium deshalb an, einen erstklassigen Hundetrainer aus einer seiner Schulen für einen Vortrag im zuständigen Gremium zur Verfügung zu stellen.